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Termine und Veranstaltungen September 2008

15./16.09.2008: Erste offizielle Auslandsreise als Ministerpräsident nach Polen

Gespräch mit dem polnischen Kulturminister Bogdan Zdrojewski

Gespräch mit dem polnischen Kulturminister Bogdan Zdrojewski
(© Matthias Rietschel)

Warschau (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich sieht Handlungsbedarf in den deutsch-polnischen Beziehungen.

Die seit zehn Monaten bestehende politische Stabilität in Polen wirke sich positiv auf die bilateralen Kontakte aus, sagte Tillich nach Gesprächen mit Kulturminister Bogdan Zdrojewski und dem Fraktionschef der Regierungspartei Bürgerplattform, Zbigniew Chlebowski, am Dienstag in Warschau. Allerdings fehle in Polen immer noch eine breite gesellschaftliche Basis, die in Deutschland nicht nur einen Nachbarn, sondern auch einen Partner sehe. Deshalb bleibe das deutsch-polnische Verhältnis »fragil«.

Die polnischen Nationalkonservativen unter Jaroslaw Kaczynski hatten in den Jahren von 2005 bis 2007 eine auf Konfrontation mit Berlin ausgerichtete Politik geführt. Nach dem Regierungswechsel im vergangenen Herbst entspannten sich unter dem liberalen Ministerpräsidenten Donald Tusk die Beziehungen zwischen Warschau und Berlin.

Der sächsische Regierungschef äußerte sich bei seinem Antrittsbesuch in Warschau zuversichtlich. »Wir müssen weitermachen«, forderte er ein Engagement beider Seiten. Er selbst will sich vor allem für mehr Polnisch-Unterricht in Sachsen einsetzen. Tillich spricht selbst fließend Polnisch. Sachsen grenzt an die polnische Woiwodschaft Dolnoslaskie (Niederschlesien) mit der Hauptstadt Breslau (Wroclaw).

Tillichs Reise nach Polen hatte am Montag mit Hindernissen begonnen. Wegen technischer Probleme an einem Flugzeug saß er stundenlang in München fest und traf erst am Abend in Warschau ein.

Ein geplanter Vortrag über die deutsch-polnischen Beziehungen und die Rolle der Regionen fiel deshalb aus.

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