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Laudatio des sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich, zur Verleihung des Dankordens des Semperopernballs e.V. an den Vorsitzenden der Regierung der Russischen Föderation, Wladimir Putin, Semperoper, Dresden, 16.01.2009

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dem Vorsitzenden der Regierung der Russischen Föderation, Wladimir Putin, den Dankorden des Semperopernball eV. in der Kategorie Politik für den sächsisch-russischen Kulturaustausch und seine Verdienste um die Städtepartnerschaft Dresden-St. Petersburg überreicht.

– Es gilt das gesprochene Wort! –

Exzellenz, sehr geehrter Herr Vorsitzender der Regierung der Russischen Föderation,  verehrte Damen und Herren,

Ich freue mich, Wladimir Putin zu begrüßen. Herzlich willkommen in der Semperoper!

Sie erhalten heute den Dankorden des Semperopernballs.

Und Mancher fragt sich, wie kommt der Vorsitzende der Regierung der Russischen Föderation zu diesem Orden? Und wie kommt dieser Orden zu Wladimir Putin?

Meine Damen und Herren, die Antwort ist einfach.

Einmal abgesehen davon, dass Sie, Exzellenz, Deutsch sprechen. Dass Sie sich in Dresden zu Hause fühlen. Dass Ihre Tochter hier geboren wurde. Sie sind der Stadt auf besondere Weise verbunden.

Zwischen Ihrem Geburtsort St. Petersburg und dem Geburtsort Ihrer Tochter gibt es viel mehr Gemeinsamkeiten, als die Meisten annehmen.

St. Petersburg und Dresden sind echte Kulturmetropolen.

Zar Peter hat seine Stadt groß gemacht. Sie ist das »Venedig des Nordens«; die Eremitage eines der renommiertesten Museen der Welt.

Dresden, das »Elbflorenz«, hat August der Starke zum Blühen gebracht. Auch Peter der Große hat die Stadt mehrfach besucht und war immer von ihr beeindruckt

Seit mehr als 40 Jahren verbindet Dresden und St. Petersburg eine Städtepartnerschaft.

Als Repräsentant des russischen Volkes haben Sie das Miteinander intensiviert.

Zum Beispiel beim Petersburger Dialog, über den Sie als Präsident gemeinsam mit Frau Bundeskanzlerin Merkel die Schirmherrschaft übernommen haben.

Russen und Deutsche treffen sich dort regelmäßig, um die Beziehungen beider Länder auszubauen.

Heute sind Deutschland und Russland echte Partner. Das haben wir Freiheit und Demokratie zu verdanken.

Junge Russen ziehen für ihr Studium nach Sachsen, weil sie hier eine gute Ausbildung bekommen. Oder sie kommen als Touristen nach Dresden, um die Galerie Alte Meister zu besuchen.

Schon ihre Eltern waren hier. Sie haben ihren Kindern gesagt: Die Sixtinische Madonna von Raffael, die müsst ihr sehen! Kunst verbindet.

Deshalb Dank für die Geste Wladimir Putins, dass 2001 drei Gemälde allein durch Ihre Hilfe zurückgekehrt sind. Nach fast 60 Jahren kamen die Bilder wieder nach Dresden.

Diese Geste macht Hoffnung. Sie macht Hoffnung auf weitere solcher Gesten.

Die Staatlichen Kunstsammlungen werden ihre Kooperation mit Russland immer weiter verstärken. Gerade sind wieder Dresdner Gemälde in St. Petersburg ausgestellt.

Frau Bundeskanzlerin Merkel -die Sie heute Morgen getroffen haben -war dabei, als Sie 2006 ein Dostojewskij-Denkmal in Dresden enthüllt haben. Der Dichter hat lange bei uns in Dresden gelebt.

Kultur ist die Seele jedes Landes. Kultur baut Brücken.

Und Kultur öffnet Türen. Wladimir Putin hat diese Türen kraftvoll aufgestoßen.

Der Verein des Semperopernballs hat Ihnen den Dankorden für ihre Bemühungen um den sächsisch-russischen Kulturaustausch zuerkannt.

Das besondere ist: Sie bekommen diesen Dankorden auch für die Zukunft.

Ich bin sicher, dass Sie die Beziehungen zwischen Dresden und St. Petersburg, zwischen Deutschland und Russland und zwischen allen Bürgern unserer Länder weiter voranbringen wollen.

Herzlich willkommen im Freistaat der Freiheit! Und herzlichen Glückwunsch!

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Ministerpräsident Stanislaw Tillich

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