20.01.2026

Gedenken an die Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren

Männer und Frauen stehen auf einer Bühne
Auftakt des deutsch-ungarischen Jugendprojekts. 
© Nikolai Schmidt

Ministerpräsident Kretschmer hat gemeinsam mit dem ungarischen Staatspräsidenten Sulyok in Pirna an die Vertreibung der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert.

Am historischen Ort der ehemaligen »Grauen Kaserne«, die einst als Erstaufnahmelager für Vertriebene diente, wurde an das Leid tausender Menschen erinnert, die ab 1946 ihre Heimat verlassen mussten und in Sachsen eine neue fanden.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand auch der Auftakt eines deutsch-ungarischen Jugendprojekts, das jungen Menschen die Geschichte der Ungarndeutschen näherbringt und zur Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verlust und Neubeginn anregt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte:
»Tausende Ungarndeutsche haben nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachsen ein neues Zuhause gefunden. Doch zurück blieben Erinnerungen an ihre Heimat, an Trennung und Verlust, über die sie lange schweigen mussten. Die Erfahrungen der Ungarndeutschen sind ein wichtiger Teil der sächsischen Nachkriegsgeschichte. Ich bin froh, dass diese in einem deutsch-ungarischen Jugendprojekt wachgehalten und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Die Schicksale der Heimatvertriebenen mahnen uns, wie wertvoll das Zusammenleben in einem friedlichen und freien Europa ist.«

Das Jugendprojekt bringt Schülerinnen und Schüler aus Sachsen und Ungarn zusammen und wird von der Sächsischen Staatskanzlei unterstützt.

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