05.06.2019

Michael Kretschmer überreicht den Verdienstorden des Freistaates Sachsen

Männer und Frauen stehen vor einer Pressewand
Ministerpräsident Michael Kretschmer (Bildmitte) steht gemeinsam mit den Verdienstordensträgern im Fürstensaal des Residenzschlosses Dresden. 
© Pawel Sosnowski

Ministerpräsident Michael Kretschmer überreichte 17 Bürgerinnen und Bürgern den Verdienstorden des Freistaates Sachsen.

Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben.

Es handelt es sich um die höchste staatliche Auszeichnung des Freistaates.

Ausgezeichnet wurden im Einzelnen:

Anett Schmid, Niederwiesa

Ein Mann und eine Frau halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Anett Schmid (51) liegt als ausgebildete Hebamme und Gründungsmitglied des Vereins »erlebnis geburt« e. V. das Wohl von Frauen, Kindern und Familien in Chemnitz besonders am Herzen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten stellt sie dies täglich unter Beweis. Im Jahr 2000 war sie maßgeblich an der Gründung des Geburtshauses Chemnitz beteiligt, wo sie auch seitdem freiberuflich als Hebamme tätig ist. Zudem ist sie ehrenamtliches Vereins- und Vorstandsmitglied, managt das Geburtshaus und ist gefragte Ansprechpartnerin für werdende Eltern. Aufgrund der Situation in der Hebammenversorgung engagiert sie sich verstärkt für den Erhalt des Berufsstandes. Seit 2017 ist sie Mitarbeiterin im Hospiz Chemnitz und Referentin für Fortbildungen zu den Themen Pflege und Zuwendung gegenüber Sterbenden und Tod. Hierbei steht Anett Schmid den Betroffenen und ihren Angehörigen mit ihrer Lebenserfahrung zur Seite.

Tomáš Jan Podivínský, Prag

Zwei Männer halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Der Botschafter der Tschechischen Republik Tomáš Jan Podivinský (49) hat sich in einzigartiger Weise für den Ausbau und die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen den Menschen in Sachsen und Tschechien engagiert. Seine Verbundenheit mit Sachsen resultiert aus der Zeit von 2005 bis 2009, als er Generalkonsul der Tschechischen Republik für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Sitz in Dresden war. Er setzt sich mit konstruktiven Ideen und Handeln für eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur, Sicherheit, des Rettungswesens, Tourismus aber auch Themen, wie die Abwerbung von Arbeitskräften und Migration ein. Anliegen der Bürger zu den Verkehrsverbindungen, Hochwasserschutz aber auch Grenzkriminalität widmet er sich im Interesse eines friedlichen Miteinanders aufgeschlossen und lösungsorientiert. Tomáš Jan Podivínský ist ein bekennender und ein sich stets dafür einsetzender Verfechter der Europäischen Idee.

Thomas Müller, Frankenberg

Zwei Männer halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Thomas Müller (65) hat sich über mehrere Jahrzehnte große Verdienste beim Aufbau des sächsischen Landesverbandes im Deutschen Jugendherbergswerk erworben. Unmittelbar nach der Wende wurde er Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des DJH Landesverband Sachsen e. V. und führte die sächsischen Jugendherbergen unter das Dach des Bundesverbandes. Als Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Jugendherbergswerkes gab er entscheidende Impulse bei der Entwicklung des Herbergswesens in Deutschland und des Deutschen Jugendherbergswerkes insgesamt. Unter seiner Leitung übernahm der DJH Landesverband Sachsen e. V. eine führende Rolle innerhalb des Deutschen Jugendherbergswerkes. Thomas Müller hat es verstanden, die Idee des Jugendherbergswerks der friedvollen Begegnung junger Menschen aus aller Welt mit Leben zu erfüllen.

Rita Mittmann, Weißenborn

Ein Mann und eine Frau halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Rita Mittmann (55) ist Leiterin der Kindertagesstätten Bertelsdorf und Weißenborn sowie des Kinderhorts. Gleichzeitig ist sie die langjährige ehrenamtliche Vorsitzende des Kinderland e.V. Berthelsdorf/Weißenborn, in deren Trägerschaft sich die Kindereinrichtungen befinden. Der Verein betreibt und fördert die Kindertagesstätten. Schwerpunkte ihrer Erziehungsarbeit sind herausragende methodische und didaktische Fähigkeiten zur Erfüllung der hohen Anforderungen an eine moderne zeitgerechte Vorschul- und außerschulische Bildung sowie die Befähigung der Erzieher, Kinder und Eltern, in unserer Gesellschaft integrativ zu wirken. Mit ihrem langjährigen fachlich außergewöhnlichen Einsatz entwickelte sie die Kitas zu weithin bekannten und begehrten Kindereinrichtungen. Rita Mittmann bringt sich zudem als Gemeinderatsmitglied aktiv in das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde ein.

Prof. Dr. Dr. h. c. Achim Mehlhorn, Dresden

Zwei Männer halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Achim Mehlhorn (80) brachte Wissenschaft und Forschung in Sachsen weit voran. In seiner Amtszeit als Rektor entwickelte sich die Technische Universität Dresden nach der rasanten Aufbauphase in eine hervorragend aufgestellte Universität mit wachsender Reputation. Mit Diplomatie und Einfühlungsvermögen gelang es ihm, zwischen Hochschullehrern und Forschern aus Ost und West und zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern zu vermitteln. Die TU Dresden erlangte in seiner Amtszeit großes nationales und internationales Ansehen. Er legte den Grundstein für die Einwerbung der Graduiertenschule und zweier Exzellenzcluster, die mittlerweile zum Titel Exzellenzuniversität führten. Mit der Gründung des DRESDEN-concept e. V., einem Netzwerk aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Kultur, förderte er die Zusammenarbeit außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Zahlreiche Ehrenämter zum Wohl von Bildung und Forschung runden das herausragende Wirken von Achim Mehlhorn ab.

Torsten Kulke, Dresden

Zwei Männer haltne eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Torsten Kulke (53) hat mit seinem architektonischen Sachverstand für die Kunstgeschichte Herausragendes für den Dresdner Städtebau geleistet. Er ist Gründungsmitglied und seit 2013 Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft Historischer Neumarkt e. V. Der Verein verfolgt das Ziel, das am 13. Februar 1945 nahezu völlig zerstörte Areal um die Frauenkirche und die geschichtliche Identität mit seinen Bauten und Blickbeziehungen nachvollzieh- und erlebbar wieder entstehen zu lassen. Die Gesellschaft arbeitete ohne staatliche oder kommunale Unterstützung. Sie trägt sich allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Der Neumarkt und die Frauenkirche prägen heute das unverwechselbare historische Stadtbild Dresdens. Dank seines Engagements kommen Touristen aus aller Welt, um die sächsische Landeshauptstadt in ihrer baulichen Schönheit bewundern zu können. Für Rekonstruktionen verlorengegangener innerstädtischer Bauensembles in Frankfurt am Main, Potsdam, Berlin und Nürnberg ist Torsten Kulke ein äußerst geachteter Berater.

Viola Klein, Berlin

Ein Mann und eine Frau halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Mit Mut und innovativer Kraft hat Viola Klein (61) in Dresden ein IT-Software-Unternehmen aufgebaut, das heute mit sechs Niederlassungen in Deutschland und einer in Ungarn erfolgreich agiert. Ihr soziales Engagement ist ebenso beispielhaft wie ihr persönlicher Einsatz zur beruflichen Förderung junger Menschen im Bereich IT-Aus- und Weiterbildung an sächsischen Hochschulen sowie in der Frauenförderung und der Flüchtlingsintegration. Die gelernte Kindergärtnerin ist seit Jahren ehrenamtliches Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung. Geschäftlich und gesellschaftlich bestens vernetzt bringt sie sich in verschiedene Charity-Organisationen ein. Für die Hope Cape Town Foundation sammelte sie mit der HOPE-Gala in Dresden von 2006 bis heute rund 1,5 Mio. Euro. Die Spendengelder kommen dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS und der Verbesserung der Lebensqualität betroffener Familien und Kinder in Afrika zu Gute.

Margrit Kempgen, Görlitz

Eine Frau und ein Mann halten eine Medialle in der Hand. © Pawel Sosnowski

Mit ihrem langjährigen ehrenamtlichen Engagement im Vorstand der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien – und dabei insbesondere dem Wirken im kirchlich-kulturellen Bereich im Raum Görlitz – hat Margrit Kempgen (69) geistige Tradition des evangelischen Schlesiens vermittelt und bewahrt. Bis 2006 war sie Finanzverantwortliche der Evangelischen Kirche und setzte sich durch Fusionen mehrerer Standorte für die Weiterentwicklung der Evangelischen Kirche ein. Von 2006 bis 2018 führte sie ehrenamtlich die Geschäfte und hatte den Vorsitz der Evangelischen Kulturstiftung inne. Viele Restaurierungsprojekte in der Region wie die Frauenkirche und Lutherkirche in Görlitz brachte Margrit Kempgen durch erworbene Fördermittel des Bundes, des Freistaates Sachsen und verschiedener Stiftungen entscheidend voran. Nachhaltig widmete sie sich in besonderer Weise dem Aufbau, der Begleitung und Gestaltung von Partnerschaftskontakten zu den polnischen Nachbarn.

Prof. Dr. Jörg Junhold, Borsdorf

Zwei Männer halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Jörg Junhold (55) gelang die erfolgreiche Neuausrichtung des Zoos Leipzig zum Zoo der Zukunft. Mit Gondwanaland, der Kiwara-Savanne, einer begehbaren Flamingolagune sowie familienfreundlichen Einrichtungen von Spielplätzen bis Erlebnisgastronomie entwickelte er den Zoo zu einem Besuchermagneten mit mehr als 1,7 Millionen Gästen jährlich. 2014 wurde der Zoo als »Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb« geehrt. Die beliebte TV-Sendung »Elefant, Tiger und Co.« macht das Erlebnis Zoo weit über Sachsens Grenzen bekannt. Im Arten- und Umweltschutz setzt der Veterinärmediziner europaweit Maßstäbe. Er kooperiert mit nationalen und internationalen Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Von 2011 bis 2013 führte Jörg Junhold als Präsident den Weltverband der Zoos und Aquarien. Er engagiert sich in der Welt-Naturschutz-Union für die Hauptanliegen der Zoos im Bereich Bildung und Artenschutz. Darüber hinaus nimmt er seine gesellschaftliche Verantwortung im Ehrenamt in zahlreichen Vereinen, Stiftungen und sonstigen Institutionen der Stadt Leipzig wahr.

Jochen Henke, Schirgiswalde-Kirschau

Zwei Männer halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Die Aus- und Weiterbildung junger Menschen in der kunststoffverarbeitenden Industrie im ostsächsischen Raum trägt die Handschrift von Jochen Henke (72). Mit seinem engagierten Wirken gelang ihm mit dem POLYSAX Bildungszentrum für Kunststoffe Bautzen e.V. der Aufbau eines der modernsten Ausbildungszentren Deutschlands im Industriezweig der Kunststoffverarbeitung. Im Jahr 1991 gründete er die Gerodur MPM, Kunststoffverarbeitung GmbH & Co KG und übernahm die Geschäftsführung. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem leistungsfähigen und erfolgreichen Kunststoffverarbeitungsbetrieb in Sachsen. Kooperationen mit Unternehmensverbänden und Ausbildungseinrichtungen tragen zu einer qualifizierten Ausbildung von Facharbeitern bei. Vor allem Studierenden und Auszubildenden bietet das Wirken von Jochen Henke eine aussichtsreiche berufliche Perspektive.

Rosemarie Haase, Leipzig

Ein Mann und eine Frau halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Psychische Erkrankungen nicht zu verharmlosen oder kleinzureden – dafür setzt sich Rosemarie Haase (68) ein. Mitte der 1980er Jahre gelangte die Malerin und Graphikerin eher zufällig für die Vertretung einer Kollegin in das Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie in Leipzig. Das war der Ausgangspunkt für ihr über Jahrzehnte währendes Ehrenamt zur Unterstützung psychisch erkrankter Menschen. Seit dieser Zeit setzte sie sich als Leiterin eines Kunstzirkels in der geschlossenen Psychiatrie mit praktischer Hilfe für Psychiatriepatienten ein. „Liebe statt Pillen“ war dabei ihr Leitmotto. Rosemarie Haase kämpfte stets gegen Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen. Die Anfang der 1990er Jahre ins Leben gerufenen Vereine »Das Boot e. V.« und »Durchblick e. V.« orientierten sich an den unmittelbaren Bedürfnissen psychisch Erkrankter. Mit ihrem Wirken erlangt sie ein besseres Verständnis und eine höhere Akzeptanz für Krankheiten der Seele in der Gesellschaft und bei den Betroffenen selbst.

Renate Frühauf, Dresden

Ein Mann und eine Frau halten eine Medaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Die medizinische Versorgung und Betreuung kranker Menschen ist nicht nur der Beruf von Renate Frühauf (77), sondern vielmehr ihre Berufung. Auf dem einstigen Rittergut Gamig gründete sie die Betreuungseinrichtung »Gut Gamig e. V. Rehabilitations- und Begegnungsstätten« mit höchsten therapeutischen und medizinischen Standards, die besonderen Bedürfnissen von kranken und behinderten Menschen entsprechen. Als anerkannte Rehabilitationseinrichtung genießt das Gut Gamig einen sehr guten Ruf in den Fachgebieten Ergotherapie, Heilpädagogik und Psychologie. Mit ihrem ehrenamtlichen Wirken auch außerhalb ihres Berufs war Renate Frühauf eine wichtige Stütze und Ansprechpartnerin in der Krankenpflege. Durch den Bau von Wohn- und Werkstätten sowie Arbeits- und Beschäftigungsplätzen für psychisch behinderte Menschen schenkte sie vielen ein neues Zuhause.

Heidemarie Fischer, Oppach

Ein Mann und eine Frau halten eine Verdienstmedaille in der Hand. © Pawel Sosnowski

Mit großem Engagement setzt sich Heidemarie Fischer (74) seit langem in der Gleichstellungs-, Kinder- und Jugend- sowie Seniorenarbeit in Sachsen  ein. Sie ist Mitbegründerin des Vereins Deutscher Frauenring Oberlausitz e. V. und seit 2005 Vorsitzende des Deutschen Frauenrings Landesverband Sachsen e.V. Hier machte sie sich besonders für die Chancengleichheit von Frauen stark. Durch viele Projekte gab sie arbeitslosen Frauen in der Region eine Perspektive und vermittelte ihnen in schweren Zeiten neuen Lebensmut. Mit ihrer ausgeprägten sozialen Ader unterstützte Heidemarie Fischer den Aufbau von Familienzentren und Seniorenbegegnungsstätten, außerdem hilft sie seit Jahren bei der Betreuung von Asylbewerbern. Als Vermittlerin ihrer sozialen Lebenshaltung ist sie ein Vorbild für unser gesellschaftliches Denken und Handeln. Zudem ist sie Gemeinderätin in Oppach.

Dr. Rafał Dutkiewicz, Breslau

© Pawel Sosnowski

Rafał Dutkiewicz (59) war von 2002 bis 2018 Stadtpräsident von Breslau. In dieser Funktion setzte er sich außerordentlich für ein harmonisches Zusammenleben von Polen und Deutschen in einem vereinten Europa ein. Sein Wirken zeichnet sich durch seine sensible aber auch kritische stets an den historischen Ereignissen orientierte Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt aus. Die seit 60 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen Breslau und Dresden förderte er durch eine lebendige Gestaltung für die Menschen beider Städte. Er setzte sich besonders für Kooperationen in den für Niederschlesien und Sachsen wichtigen Bereichen wie Technologie, Forschung und Energie ein. Rafał Dutkiewicz gründete das Breslauer Akademische Zentrum mit dem Ziel, alle Breslauer Universitäten und Hochschulen mit denen in Sachsen kooperativ zu vernetzen. Das Wissenschaftsnetzwerk »WRocław Concept« nach dem Sächsischen Vorbild »DRESDEN-concept« geht auch auf seine Initiative zurück.

Prof. Elvira Dreßen, Torgau

Ein Mann und eine Frau halten eine Verdienstmedaille in der Hand. © Pawel Sosnwoski

Kunst und Musik – das ist die große Leidenschaft von Elvira Dreßen (62). Ihr Engagement reichte von der Förderung der kulturellen Vielfalt in Sachsen bis zur Vertiefung der deutsch- israelischen Beziehungen im musikalischen Bereich. 1980 gehörte Elvira Dreßen zum Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar und sang parallel als Gast an der Deutschen Staatsoper Berlin. Um den Fortbestand der Musikkultur zu sichern, gründete sie 2012 die „Internationale Sächsische Sängerakademie Schloss Hartenfels“. Elvira Dreßen bereicherte die Kultur im ländlichen Raum durch eigens organisierte Veranstaltungen oder die Unterstützung von hiesigen Musikeinrichtungen. Hinzu kommen zahlreiche ehrenamtliche Aktivitäten wie beispielsweise ihr Einsatz bei der Wiederaufführung der Oper „Dafne“ von Heinrich Schütz.

Dr. Fritz Brickwedde, Osnabrück

Zwei Männer halten eine Verdienstmedaille in den Händen. © Pawel Sosnowski

Eine nachhaltige Umweltpolitik ist für Fritz Brickwedde (70) eine Lebensaufgabe. Als Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzte er sich seit Beginn der 1990er Jahre für die ostdeutschen Länder und insbesondere Sachsen ein. Davon profitiert der Freistaat auch heute noch im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Für mittelständische Unternehmen trat er stets als wichtiger Ansprechpartner zu Fragen einer umweltschonenden Produktion auf. Auch der Erhalt von Kulturdenkmälern (z. B. Muskauer Park, Kloster St. Marienthal) und Großschutzgebieten (z.B. Nationalpark Sächsische Schweiz) spielten für ihn eine große Rolle. Zudem sammelte er privat als Vorsitzender des Osnabrücker Fördervereins über eine halbe Million Euro für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Neben der Wahrung kultureller und historischer Werte legte er einen weiteren Schwerpunkt auf Informations- und Bildungsaspekte, um Menschen für ein Handeln im Sinne der Umwelt langfristig zu sensibilisieren. Die DBU förderte in Sachsen über 1.000 Projekte mit mehr als 185 Millionen Euro.

Wilfried Arndt, Kodersdorf

Zwei Männer halten eine Verdienstmedaille © Pawel Sosnowskí

Wilfried Arndt (73) hat sich durch seinen umfangreichen Einsatz in der Kfz-Branche für soziale, wirtschaftliche und verbandspolitische Interessen des Handwerks regional und bundesweit engagiert.  Als Unternehmer sicherte er Arbeitsplätze für viele Menschen in der Region Görlitz und Niesky. Die Zukunft des Handwerks war ihm immer wichtig, auch deshalb lag ihm die Aus- und Weiterbildung von qualifiziertem Handwerksnachwuchs besonders am Herzen. In seinen zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten trat Wilfried Arndt als wichtiger Gesprächspartner für Fragen und innovative Ideen im Handwerk auf. Mit seinem Wirken im Landesverband des Kfz-Gewerbes Sachsen und über 15 Jahre als Vizepräsident der Handwerkskammer Dresden setzte er sich mit ganzer Kraft für die Interessen dieses Handwerks ein.

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