Ministerpräsidenten beraten über Zukunft des Mitteldeutschen Reviers
Ministerpräsident Kretschmer traf sich mit seinen Amtskollegen Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) zu einem gemeinsamen Austausch im Mitteldeutschen Revier.
Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich gemeinsam mit den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Thüringen, Sven Schulze und Mario Voigt, im Mitteldeutschen Revier über den Stand des Strukturwandels ausgetauscht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und den Kommunen informierten sich die Regierungschefs über Projekte, die den Wandel der Region voranbringen.
Auf dem Programm standen unter anderem der Bildungscampus Naumburg, das Mitteldeutsche Bildungszentrum Bitterfeld-Wolfen, das Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützt, sowie das Forschungsprojekt »Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten«. In Leuna besichtigten die Ministerpräsidenten außerdem den Bau der weltweit ersten Bioraffinerie von UPM Biochemicals, in der künftig biobasierte Chemikalien für eine klimafreundliche Industrie hergestellt werden.
Ein weiterer Halt war der Geiseltalsee. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, ist heute einer der größten künstlichen Seen Deutschlands entstanden. Er steht beispielhaft für den erfolgreichen Wandel des Mitteldeutschen Reviers und zeigt, wie aus ehemaligen Bergbauregionen neue Perspektiven für Wirtschaft, Tourismus und Lebensqualität entstehen können.
Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: »Der Strukturwandel gelingt nur, wenn wir als Länder mit den Kommunen und dem Bund gemeinsam handeln – und zwar dort, wo Zukunft wirklich entsteht: in unseren Regionen und mit den Menschen vor Ort. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben viele historische, kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen und eine gemeinsame Vorstellung von Zukunft. Dafür brauchen wir schnellere Entscheidungen, mehr Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen.«
Zum Abschluss verabschiedeten die drei Ministerpräsidenten eine gemeinsame Erklärung zu den geplanten Sozialreformen des Bundes. Darin setzen sie sich unter anderem für den Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, einen besonderen Vertrauensschutz für ostdeutsche Erwerbsbiografien sowie eine Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege ein. Zudem fordern sie eine verlässliche Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme und eine stärkere Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit der Menschen in Ostdeutschland.
- Strukturentwicklung in den sächsischen Braunkohleregionen Gemeinsam mit dem Bund fördert der Freistaat Sachsen die Lausitz und Mitteldeutschland