05.07.2019

Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Baku

Neun Personen stehen auf einer Treppe und halten ein Banner mit der Aufschrift: »Hurra, wir sind Welterbe!«
© Pawel Sosnowski

Montanregion Erzgebirge erhält den Titel »UNESCO-Welterbe«

Ministerpräsident Michael Kretschmer reiste vom 5. bis 8. Juli 2019 mit einer Delegation der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zur 43. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in die aserbaidschanische Haupstadt Baku.

Dort befasste sich das Welterbekomitee im Rahmen einer Tagung unter anderem mit dem gemeinsam mit der Tschechischen Republik eingereichten Vorschlag zur Aufnahme der Montanregion in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt mit 17 Objekten auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite.

Die ausgewählten Denkmale, Natur- und Kulturlandschaften repräsentieren in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des rund 800-jährigen sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. In ihrer Verbindung verkörpern die 22 Objekte einen außerordentlichen universellen Wert.

Kretschmer zeigte sich nach dem positiven Zuschlag erfreut und gratuliert: »Heute ist ein großartiger Tag für das gesamte Erzgebirge und Sachsen! Ich gratuliere allen, die zur erfolgreichen Aufnahme der Montanregion in die Welterbeliste mitgewirkt haben, ganz besonders dem Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. und allen weiteren Mitstreitern in Sachsen und Tschechien. Das langjährige Engagement und der unermüdliche Einsatz von vielen hat sich ausgezahlt. Über die Jahrhunderte ist durch den Bergbau im Erzgebirge eine einzigartige Kulturlandschaft entstanden, das hat nun auch die UNESCO anerkannt. Jetzt gilt es, mit dem Welterbetitel die Attraktivität des Erzgebirges weiter auszubauen, für seine Bewohner und Gäste. Die Montanregion kann dabei fest auf die Unterstützung der Staatsregierung zählen.«

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(© Pawel Sosnowski)
Zwei Männer und eine Frau unterhalten sich.
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(© Pawel Sosnowski)
Eine Blechbläserkapelle steht vor verschiedenen Länderflaggen
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(© Pawel Sosnowski)
Eine Blechbläserkapelle ist im Vordergrund zu sehen. Mehrere Menschen stehen ihr gegenüber.
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(© Pawel Sosnowski)
Mehrere Menschen sitzen hinter einem Tisch, auf dem »Germany« steht.

Beim Fest zum 25-jährigen Jubiläum der Saigerhüttenknappschaft stieg am 7. Juli die Siegesfeier. Mit kostenfreiem Public Viewing auf großen Leinwänden im und vor dem Treibehaus der Saigerhütte Olbernhaus wurde der verliehene Titel gefeiert. Dabei kam auch Ministerpräsident Michael Kretschmer zu Wort, der selbst in Baku vor Ort war. »So geht sächsisch.« begleitete die Veranstaltung in Olbernhau, die mit dem zeremoniellen Einzug von sechs Knappschaften in das Treibehaus begann.

Plakatkampagne »Auf dem Weg zum Welterbe«

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(© Sächsische Staatskanzlei)

Ministerpräsident Kretschmer war nach Chemnitz angereist und legte an den Plakaten selbst Hand an.

Männer betrachten eine Plakatwand.
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(© Sächsische Staatskanzlei)

Die Plakate sind in 40 Städten und Gemeinden zu sehen.

Männer stehen vor einer Plakatwand.

Ab sofort sind in 40 Städten und Gemeinden in und um das Erzgebirge die Plakate »Auf dem Weg zum Welterbe« zu sehen.

Zum Start der Plakatkampagne war Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in Chemnitz angereist. Gemeinsam mit Landrat Frank Vogel und dem Vorsitzenden des Vereins Welterbe Montanregion, Volker Uhlig, legte Kretschmer selbst Hand an. Für den Landeschef steht fest: »Sachsen kann man gar nicht ohne das Erzgebirge erklären. Ich bin mir sehr sicher, dass das Erzegbirge bald Weltkulturerbe sein wird.«

UNESCO-Welterbestätten

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) führt eine Liste des Welterbes, auf der alle Welterbestätten verzeichnet sind. Seit 2018 umfasst diese Liste 1092 Stätten in 167 Ländern. Davon sind 845 als Weltkulturerbe und 209 als Weltnaturerbe gelistet. Weitere 38 Stätten werden als gemischte Kultur- und Naturerbestätte geführt.

In die Welterbeliste werden nur Stätten aufgenommen, die nach Meinung des Welterbekomitees herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben.

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